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Warum das Thema drängt
Der reguläre Support für Windows 10 ist ausgelaufen. Geräte laufen zwar weiter, erhalten aber keine regulären Sicherheitsupdates mehr - neu entdeckte Lücken bleiben also dauerhaft offen. Für Unternehmen ist das nicht nur ein technisches, sondern auch ein rechtliches Thema: Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss dem Stand der Technik entsprechende Maßnahmen treffen. Kostenpflichtige Verlängerungen gibt es, sie sind aber als Überbrückung gedacht, nicht als Dauerlösung.
Bestandsaufnahme zuerst
Bevor Geräte getauscht werden, sollte klar sein, was überhaupt vorhanden ist und was die Anforderungen erfüllt. Windows 11 setzt unter anderem einen TPM-2.0-Chip und Secure Boot voraus - viele Geräte ab Baujahr 2018 erfüllen das, ältere häufig nicht.
- Vollständige Geräteliste mit Alter, Ausstattung und Windows-11-Eignung
- Prüfung der Fachanwendungen auf Freigabe für Windows 11
- Entscheidung je Gerät: Umstellung, Aufrüstung oder Ersatz
- Budgetplanung über mehrere Quartale statt Komplettaustausch auf einmal
Der Umstieg in der Praxis
Ein geordneter Rollout läuft in Wellen: Eine Testgruppe stellt zuerst um, danach folgen die übrigen Abteilungen. Neue Geräte lassen sich mit Windows Autopilot und Intune direkt vom Hersteller vorbereiten - sie kommen fertig konfiguriert beim Mitarbeitenden an, ohne dass jemand sie manuell einrichten muss. Das lohnt sich bereits ab etwa zehn Geräten.
- Testgruppe mit typischen Anwendungen aus allen Bereichen
- Ausrollen in Wellen statt an einem einzigen Stichtag
- Zentrale Konfiguration über Intune, damit alle Geräte gleich eingerichtet sind
- Datenübernahme über OneDrive und SharePoint statt USB-Festplatte
- Kurze Einweisung ins veränderte Bedienkonzept
Was mit alten Geräten passiert
Nicht jedes Gerät muss ersetzt werden. Manche lassen sich mit mehr Arbeitsspeicher und einer SSD sinnvoll weiterbetreiben, sofern sie die Anforderungen erfüllen. Geräte, die endgültig ausscheiden, sollten datenschutzkonform gelöscht und dokumentiert entsorgt werden - ein Punkt, den Prüfer erfahrungsgemäß gern ansprechen.
Häufige Fragen
Können wir Windows 10 nicht einfach weiter nutzen?
Technisch ja, verantwortbar nein. Ohne Sicherheitsupdates steigt das Risiko mit jedem Monat. Zudem verlangen Cyberversicherungen und Kunden zunehmend aktuelle, unterstützte Systeme.
Müssen alle Geräte gleichzeitig getauscht werden?
Nein. Sinnvoll ist ein Plan über mehrere Quartale: kritische und alte Geräte zuerst, der Rest gestaffelt nach Budget. Wichtig ist, dass der Plan existiert und eingehalten wird.
Lohnt sich Intune für kleine Unternehmen?
Ab etwa zehn Arbeitsplätzen fast immer. Der Aufwand für die Ersteinrichtung amortisiert sich schnell, weil neue Geräte danach ohne manuelle Einrichtung produktiv sind und Einstellungen zentral gelten.
Quellen
Die genannten Anforderungen und Fristen stammen aus der Herstellerdokumentation von Microsoft.
- Microsoft: Windows-11-Systemanforderungen TPM 2.0, Secure Boot, Prozessor- und Speichervoraussetzungen
- Microsoft: Supportende von Windows 10 Fristen und Optionen zur Überbrückung
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